Fragen und Antworten

Fragen und Antworten

Hier werden wir Eure wichtigen Fragen beantworten und unsere eigenen Beobachtungen mitteilen. Das Wissen hier basiert auf unseren jahrelangen Erfahrungen und vielen gelesenen Fachbüchern sowie auf dem Lesen der Natur selbst. Es darf gerne erweitert werden und die Webseite wird wachsen, wie "Unkraut". Schreib uns! 

Solltest Du eine Gärtnerin/ein Gärtner sein, dann must Du kurz oder lange vergessen was Du gelernt hast, um uns und unser Anliegen zu verstehen. Die Natur dem Menschen anzupassen bringt nur Ärger, Chemie, Lärm und viel Arbeit ins Spiel. Versuche es mal umgekehrt und Du wirst staunen! J

Jetzt kommt´s…der Knaller! J…Unsere Wildpflanzen sind perfekt an ihre natürliche Umgebung angepasst und benötigen keine Pflege von uns Menschen und wir können uns dennoch an einem Blütenmeer erfreuen.

 

 

 

 

Beobachtungen in der Stadtnatur Teil 1

 

Im ersten Teil geht es um die Frage, ob heimische Wildpflanzen invasiv* sein können. Zudem gab es Nachfragen, ob man Samen vernichten sollte, um eine Verbreitung von wuchernden Wildblumen zu verhindern. Nehmen wir an, dass man an der Stelle wo sie wachsen gerne einen Fußballplatz hätte. - Nein, sollte man nicht und lieber den Fußballplatz an eine andere Stelle bauen. - Hier beginnt schon das Umdenken.J

 

Heimische Wildpflanzen sind in ihrer Heimat niemals invasiv. Sie können allerdings stellenweise in Massen auftreten. Dafür fehlen sie aber wiederum in großen Teilen der heimischen Natur. Man sollte also nicht die Samen vernichten, sondern die Pflanzen sich verbreiten lassen. Unsere Insekten nisten sich in solchen Habitaten ein und sorgen hier für ihre Nachkommen. Das massenhafte Vorkommen dieser Wildblumenarten ist von „invasiv“* weit entfernt.

 

Je nach dem welche Bodenart wir vor uns haben, wachsen hier auch verschiedene, angepasste Wildpflanzen. Das können dann beispielsweise Feuchtwiesen oder Trockenwiesen usw. sein. Das bedeutet, dass die in Massen auftretenden Wildblumen nur soweit in Massen wachsen, wie auch die entsprechende Bodenart vorhanden ist, danach ist Ende im Gelände. J Also, keine Angst vor vielen Wildblumen! Hier sind nur die Bedingungen optimal und die Insekten freuen sich über das riesige Angebot, das an anderen Stellen komplett fehlt.

 

Durch Eingriffe der Menschen können solche Habitate abrupt enden (Fußwege, Straßen, Parkplätze, Fundamente, Häuser). Die wuchernden Wildpflanzen wachsen also schön auf ihren „Inseln“. Ja, es kann sein, dass auch mal ein paar Samen im überpflegten Garten landen. Dort würden sich diese Wildblumen nur stark ausbreiten, wenn die Bedingungen für sie gut sind. So wird beispielsweise der Natternkopf, der sich gerne auf trockenem Boden ausbreitet, nicht im gut gewässerten Garten wachsen. Schon gar nicht, wenn auch noch viel gedüngt wird. Der Giersch würde sich vielleicht noch freuen. Tolle Heilpflanze! Schnippel den einfach in Deinen Salat, iss ihn wie Spinat und spare Dir die Tiefkühlkost! J

 

Es gibt viele bestäubende Insekten, die nur zu der Blütezeit ihrer auserwählten Wildpflanzen vorkommen (Bsp.: Wildbienen). Wir haben also im Frühjahr andere Wildbienenarten, als im Sommer. Die Biene baut ihr Nest nun möglichst in der Nähe der entdeckten, wuchernden Wildblumen. Sie legt ihre Eier ab und versorgt die Brut mit Pollenbrot. Dafür hat sie etwa 6 Wochen Zeit, dann stirbt sie auch schon. …siehe Wildbienenlexikon.

 

Folgen der zu frühen Mahd

Sollte jemand damit anfangen diese Blumen-Inseln regelmäßig vor der Blüte oder Samenreife zu mähen, werden die einjährigen und zweijährigen Blumen allmählich verschwinden und mit ihnen auch die Wildbienen, die auf diese Blumen spezialisiert sind.

 

Die Wildbienen? Warum das denn? Die können doch woanders hinfliegen! …NÖ! Können sie nicht! Sie fliegen nur etwa 300 bis 1500 m weit. Damit ist der Flug zwischen Nest und Nahrung gemeint und das Gewusel auf der Wiese+Höhendistanzen. 

Die nächste Wiese mit den speziellen Blumen ist sehr wahrscheinlich zu weit entfernt. Auf den Blüten von Zierpflanzen landen diese Wildbienen nicht.

Die Wildbienenmutter hatte ja im letzten Jahr, zu ihrer Flugzeit, ihre Blumen-Insel als gut befunden und für ihre Nachkommen einen Platz in der Nähe geschaffen. Ihre Kinder werden schlüpfen, zur Blütezeit der Wildpflanzen aus dem letzten Jahr, aber sie finden nur noch ein paar wenige oder keine Blumen mehr vor. Sie werden verhungern und keine Nachkommen entwickeln, nur weil ein paar Menschen beschlossen haben, dass die Wiese zu unordentlich ist, oder hier lieber ein Fupballplatz sein sollte.

 

*Invasive Pflanzen

Invasive Pflanzen sind nicht heimisch. Sie treten mit den heimischen Arten in Konkurrenz. Sie können heimische  Arten oder ganze Artengemeinschaften verdrängen. Häufig werden invasive Pflanzen durch Gartenabfall-Entsorgung in die freie Natur eingebracht.

 

Invasive Pflanzen können Standortbedingungen und damit ökologische Kreisläufe verändern. Zum Beispiel wächst die Robinie in Halbtrockenrasen und begünstigt durch ihre Stickstoffanreicherung im Boden weitere Arten im Wachstum, die dann die ursprünglichen Arten dort verdrängen.

 

 

Beobachtungen in der Stadtnatur Teil 2

 

sinnvolle Blühstreifen an Feldern und Radwegen

 

DIESER TEXT IST IM BEARBEITUNGSMODUS...ICH MUSS ERSTMAL RAUS UND NACHGUCKEN J

 

Diese Blühstreifen müssen Wildblumen beinhalten und zwar mehr als nur Klatschmohn. Dort brauchen wir auch Artenvielfalt, sonst bringt das leider gar nichts. Sieht zwar für uns gut aus, mehr passiert aber nicht.